mit natürlichem Melatonin
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„Emma“

Emma ist eine Kuh und produziert täglich etwa 6 - 8 Liter Melatoninmilch. Dazu muss Emma in der Nacht aufstehen und ihre Milch abgeben. Hierzu darf man für sie aber kein helles Licht anmachen – sonst ist das Melatonin weg. Bei zu hellem Licht fällt der Melatoninspiegel im Blut innerhalb weniger Minuten auf null.

Die Ausschüttung des Hormons „Melatonin“, das sich seit ewigen Zeiten im Blut von Menschen und Säugetieren befindet, unterliegt einem circadianen (Tag- und Nacht-) Rhythmus und wird unterdrückt bzw. stimuliert durch Lichtreize. Die Epiphyse (Zirbeldrüse) ist die Befehlszentrale für die Ausschüttung von „Melatonin“, welches via Blutkreislauf durch Diffusion in die Milch gelangt.

Wie kann man „Emma“ melken ohne dass Sie aufwacht?

Zu einer ganz bestimmten Stunde der Nacht, wenn die Melatoninkonzentration in der Milch den höchsten Punkt erreicht hat, muss Emma ihren Schlaf für einige Minuten unterbrechen: Dann wird das weiße Gold geerntet. Mit einem kleinen Trick muss hierzu das Gehirn von Emma überlistet werden. Man benötigt Nachtlicht. Es handelt sich um sogenanntes langwelliges Licht. Wenn Emma ihre 100 Meter zum Melkstand geht, will Emma natürlich etwas sehen. Kein Problem: Emma sieht etwas – aber ihr Gehirn glaubt, es sei dunkel. Nach etwa 10 Minuten hat Emma ihre Milch mit dem erhöhten Melatoningehalt abgeliefert. Danach legt sie sich wieder hin und schläft weiter. Ihr Gehirn hat nichts von all dem mitbekommen. Am nächsten Morgen, wenn die ersten Lichtstrahlen ihre Augen erreichen, wird sie munter wie immer.

Moment: „Emma“ sieht etwas - aber Ihr Gehirn glaubt, es sei dunkel? Wie das?

Der Erfinder der Anreicherungsmethode, Tony Gnann, erklärt das Geheimnis des „circadianen Wirkungseffekts“: „Der Farbeindruck, den das Licht im Auge hervorruft, wird ausschließlich von der Frequenz des Lichts bestimmt, das vom Auge wahrgenommen wird. Folglich ist unter dem Gesichtspunkt der höchstmöglichen Effizienz der Melatoninproduktion die spektrale Empfindlichkeit der retinalen Photorezeptoren von großer Bedeutung. Bei Nachtlicht kann man zwar sehen, im Gegensatz zu anderen Lichtfarben bewirkt es jedoch keine circadiane Reaktion“. Obwohl das Hormon Melatonin nur eine sehr kurze Halbwertzeit hat, geht es also beim richtig gewähltem Licht nicht verloren.

Und wie sieht „Emma“ die Lage?

Am nächsten Morgen wacht sie auf, ist frisch und gesund wie immer und geht ihre Wege. Sie holt sich mehrmals am Tag ihr Fressen ab, trinkt Wasser und legt sich wieder hin. Dreimal am Tag geht Sie zum melken, aber nur nachts ist sie bereit, Milch mit einem Schuss Melatonin zu spendieren.